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Die Geschichte des Reit- und Fahrvereins Kornwestheim

 

Die folgenden Seiten sollen darüber informieren, wie aus unserem Verein wurde, was er heute ist.
Sie dokumentieren in Wort und Bild die Entwicklung von der Gründung am 24.Oktober 1974 bis zum
Jahr 2011.

September 1974

Konstituierende Sitzung im Hinterzimmer des Gasthauses Löwen.
Mehr als 20 Pferdefreunde waren damals dem Ruf von
Ernst Gammel und Adolf Hönes gefolgt, die eine Vereinsgründungangeregt
hatten.

Am 24.Okt. 1974

war es soweit, der Reit- und Fahrverein Kornwest-
heim wurde gegründet. Sein erster Vorsitzender war Ernst Gammel.
Das Amt des Reitbetriebs-leiters übernahm Rudi Grygar, er war 19 Jahre
lang die Seele des Vereins.

Im November 1974

konnte Ernst Gammel in seinem ersten Rund-schreiben bereits
45 Vereinsmitglieder begrüßen.

Im September 1976

2 Jahre nach der Vereinsgründung präsentierte      2
sich der Reit- und Fahrverein erstmals mit einem
Tagder offenen Tür der Öffentlichkeit.Mit 8 Boxen
und4 Ständernin einer ausgebauten
Scheuer ließ sich bereits etwa anfangen.
Unter der Leitung von Rudi Grygar und
Reitwartin Evelyn Dillenburger war der
Reitbetrieb mitsamt einer Voltigiergruppe
recht schnell aus den Startlöchern
gekommen. Für damals bereits über 100
Mitglieder hatte der Verein in seinem
damaligen Domizil„Haldenrain“ zunächst
einen Sandplatz angelegt, ein Jahr später
folgte auch noch ein Reitzelt für die
feuchten Tage.

 

Am 1. Februar 1977

erhielt Ernst Gammel, Mitinitiator für die             3
Gründungdes Reit- und Fahrvereins und dessen
erster Vorsitzender, die Ehrenmitgliedschaft
verliehen.

Im November 1977

veranstaltete der Reit- und Fahrverein seine erste  3a
und bisher einzige Hubertusjagd. Mit
Erbseneintopf und warmen Getränken wurden
die erschöpften Reiter wieder fit gemacht. Für
die Pferde gab es eine extra Ration Hafer. In
späteren Jahren mussten die
Kornwestheimer Jagdreiter ihrer Leidenschaft in
fremden Gefilden nachgehen.

Im Frühjahr 1978

wurde Horst Heiler zum 1. Vorsitzenden gewählt. 4
Zwei Jahre lang lenkte er die Geschicke
des Vereins.

Im März 1980

übernahm Günter Büchin den Vorsitz. Es war  5
eine Phasedes Umbruchs. In seine Ära fiel der
Umzug vom alten Stall im Haldenrain in unsere
jetzige Anlage. Zusammen mit seinem Vize
Leo Göttlicher und seinem unverzichtbaren
Reitbetriebsleiter Rudi Grygar nahm er das
Projekt Moldengraben in Angriff. Nach
zahlreichen Verhandlungen mit Stadt,
Bundesvermögensverwaltung und US-Army
konnte der Pachtvertrag für unseren heutigen
Standort unter Dach und Fach gebracht werden.
Unter der Führung von Günter Büchin entwickelte
sich der Verein zu dem, was er heute ist.

Im April 1981

erfolgte der erste Spatenstich. Am 5.November 1981 war es geschafft,
die neue Anlage konnte bezogen werden, die Halle wurde eingeweiht.
Zwischendurch drohte einBaustopp, man befürchtete schon, auf ein
Römerkastell gestoßen zu sein.

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Ein weiteres Ereignis im Jahr 1981: die Teilnahme am historischen
Umzug zur 1200-Jahr-Feier von Kornwestheim.

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Bereits 1982 zeigte sich, dass die Anlage zu klein wurde, in der nächsten Zeit
wurde kräftig dazu gebaut. Schon bald rundeten weitere Stallungen,
ein neues Dressurviereck, ein Longierzirkel und weitere Koppeln
das Bild der Anlage ab.

Am 26. Dez. 1982

bekam die Öffentlichkeit zum ersten Mal ein buntes
Schauprogramm präsentiert, inszeniert vom damaligen Reitlehrer
Rolf Stender. Das Weihnachtsreiten, mittlerweile auf den 3. Advent
verlegt, hat seither seinen festen Platz im Kornwestheimer
Veranstaltungskalender . Einfallsreiche Themen und bunte
Schaunummern, wie sie auf den folgenden Bildern zu sehen sind,
prägen seit jeher diese Pferdegala.

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Im Herbst 1983 unternahm der Reit - und Fahrverein mit einem Reitertag, zu
dem auch Nachbarverein Ossweil eingeladen war, seine ersten
turniermäßigen Gehversuche.

Im Mai 1984

war es dann soweit. Anlässlich des 10jährigen Vereinsjubiläums
nahm das erste Pfingstturnier seinen Lauf. „ Ein Aufgalopp nach Maß“
urteilte damals die Presse über dieses Ereignis, zu dem unglaubliche
450 Nennungen eingingen. 1999 waren es knapp 1200 Nennungen;
man sieht an diesen Zahlen, das Pfingstturnier hat sich – nicht zuletzt
dank der langjährigen organisatorischen Leitung von Uwe Dräger – zu
einer echten Großveranstaltung entwickelt.

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Attraktive Schaunummern als Ergänzung zum rein sportlichen Geschehen
waren dabei immer einzusätzlicher Zuschauermagnet.

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1984 öffnete sich der Verein auch kulturellen Belangen.  12
Freinach dem Motto „ wenn es dem Reiter zu wohl
wird, greift er zum Horn“ schlossen sich
musikbegeisterte Vereinsmitglieder zur
Jagdhornbläsergruppe zusammen. Sie ist aus dem
Vereinsleben nicht mehr wegzudenken.

Im März 1990

übergab Günter Büchin nach 12-jähriger 13
Vorstandstätigkeit, davon 10 Jahre als
1. Vorsitzender, die Vereinsgeschicke an
Wolfgang Maier. Unter dessen Regie wurde

1991

der Anbau des Reiterstübles in Angriff genommen. Gemeinsam mit
„Vereinsarchitekt“ Leo Göttlicher konnte im November Richtfest
gefeiert werden. Ein knappes Jahr später

im August 1992

wurde das Reiterstüble offiziell in Betrieb genommen. Schon im Jahr darauf

im Juli 1993

wurde der Biergarten eingeweiht.  14
Prominentester Gast bei der Eröffnungsfeier:
Schwabenrocker Wolle Kriwanek,
selbstverständlich gab er einige seiner Hits
zum Besten. Ein einschneidendes Ereignis im
Jahr 1993: Rudi Grygar übergab nach
19 Jahren Vorstands-tätigkeit sein Amt als
Reitbetriebsleiter an Gerd Herlinger.

Am 11. März 1993

ernannte der Verein seinen Rudi Grygar zum  15
Ehrenmitglied. Ganze Generationen fanden durch
ihn den Weg zur Reiterei. Seine besondere Liebe
galt der Jugendarbeit und der Betreuung der
Kinder, die ihn anhimmelten. Wenn der
Reit- und Fahrverein heute mit Stolz auf seine
Voltigier-gruppe zurückblicken kann, so ist dies
Rudi Grygar zuzuschreiben.
Er hat sie ins Leben gerufen.

Im März 1995

wurde Peter Müller als Nachfolger von 16
Wolfgang Maier neuer Vereinsboss. In seine Ära
fiel der Anbau von Stall 4, die Zupachtung weiteren
Koppelgeländes und der Anbau neben dem
Reiter-stüble. Auch konnten in dieser Zeit für
zahlreiche Pferde im Stall I „Fensterplätze“
geschaffen werden.

Im Herbst 1996

wurde eine Rentnerkasse für altgediente Schulpferde ins Leben gerufen.
Schon bald wurde daraus der „Gnadenbrotfonds“. Gegründet und im
weiteren Verlauf verwaltet wurde diese Einrichtung von Ulrike Müller und
Ehemann Peter, dem damaligen 1. Vorsitzenden. Schulpferde-Rentner haben
seither ihren Alterssitz bei Familie Krehl auf der Schwäbischen Alb.

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Im März 1999 war Stabsübergabe: Harry Reuter übernahm von 18
Peter Müller das Amt des 1. Vorsitzenden.
 Am 19. Sept. 1999 feierte der Reit- und Fahrverein sein 25jähriges Jubiläum  19
mit einem ökumenischen Gottesdienst in der Reithalle.
Den musikalischen Rahmen gaben die Jagdhornbläse
r mit ihrer Hubertusmesse.

Im Jahr 2001

fiel das Pfingstturnier der Maul- und Klauenseuche 20
zum Opfer. Zum Glück fanden öffentliche
Baumaßnahmen rund um die Reitanlage zeitgleich
statt. Von den damit verbundenen Erdarbeiten
profitierte schließlich auch der Verein, der
Springplatz wurde eingeebnet und vergrößert.
Schon im nächsten Jahr beim Pfingstturnier 2002
hat der neue Platz seine Bewährungsprobe
glänzend bestanden. Noch einmal
scheiterte das Pfingstturnier an höherer Gewalt:
2006 war ein ansteckender Herpes-Virus der
Spielverderber.

Im Frühjahr 2003

wurde die Qualität der Pferdehaltung durch den in Eigenregie erfolgten Anbau
von 19 Boxenpaddocks weiter verbessert und auf ein höchstes Niveau gebracht.
Spätestens jetzt können unsere vierbeinigen Freunde über ihr Zuhause sagen:
„Hier ist gut Pferd sein!“

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2007/2008

sah sich der Reit- und Fahrverein unvermittelt in seiner 22
Existenz bedroht, seine Koppeln waren in Gefahr.
Nach den ursprünglichen Plänen der Stadtverwaltung
sollten sie ab 2009 einem Renaturierungsprogramm
geopfert werden. Letztlich war es der Standhaftigkeit
des 1. Vorsitzenden Harry Reuter zu verdanken, dass
dieser bittere Kelch an uns vorübergegangen ist und
jetzt sogar noch ein weiteres kleines Stück
Koppelfläche hinzukommt.

2009 / 2011


Preisverleihung 2009 in der Frankfurter Festhalle für vorbildlich
geführten Reitbetrieb unter der Leitung von Reitlehrerin
Sandra Götz, die seit Februar 2011 von Andrea Schlecker unterstützt
wird. Beim Schulpferde-Management-Wettbewerb kam Kornwestheim
unter bundesweit 102 teilnehmenden Vereinen auf den
6. Platz.
Gepunktet haben wir dabei vor allem mit unserem Modell der

Schulpferde-Rundumbetreuung, d
as auch noch nach dem aktiven Dienst
ein
wohlverdientes Rentnerdasein vorsieht.

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Karlheinz Schlayh

Vereinschronist